Was ist ein Café Crèma?

Der Café Crème (in der Schweiz auch als Schümli bekannt) ist der unangefochtene Liebling aus dem Kaffeevollautomaten. Er verbindet das volle, harmonische Volumen einer großen Tasse Kaffee mit der samtigen, dichten Schaumkrone (Crema), die man sonst nur vom Espresso kennt.

Doch was genau unterscheidet den Café Crème von einem klassischen Filterkaffee oder einem verlängerten Espresso (Americano)? Und wie stellt man den Vollautomaten oder die Siebträgermaschine ein, damit das Ergebnis schmeckt wie im Schweizer Café? In diesem Kaffeewiki erfahren Sie alle Geheimnisse für den perfekten Kaffeegenuss.

Die samtige Crema

Die namensgebende Schaumkrone entsteht durch den hohen Druck von ca. 9 Bar, der Kohlendioxid und Kaffeeöle emulgiert.

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Das Espresso-Prinzip

Er wird wie ein Espresso im Kolbendruckverfahren gebrüht – allerdings mit der vierfachen Wassermenge (ca. 120-140 ml).

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Die helle Röstung

Spezielle Café-Crème-Bohnen sind heller geröstet als Espressobohnen. Das verhindert, dass der lange Kaffee bitter schmeckt.

Café Crème im direkten Vergleich: Wo liegen die Unterschiede?

Um zu verstehen, warum ein Café Crème so einzigartig schmeckt, hilft der direkte technische Vergleich mit den anderen großen Kaffeeklassikern.

Kaffeespezialität Wassermenge Brühverfahren Röstgrad der Bohne Geschmacksprofil
Café Crème ca. 120 – 140 ml Hochdruck (ca. 9 Bar), lange Durchlaufzeit Mittel (Heller als Espresso) Ausgewogen, mild-aromatisch mit dichter Crema
Espresso ca. 25 – 30 ml Hochdruck (ca. 9 Bar), kurze Durchlaufzeit (25 Sek.) Dunkel / Kräftig Sehr intensiv, konzentriert, röstig
Americano ca. 120 – 150 ml Espresso (30 ml) nachträglich mit Heißwasser gestreckt Dunkel / Kräftig Kräftige Espresso-Noten, aber dünnere Konsistenz ohne echte Crema
Filterkaffee ca. 150 ml Drucklos (Schwerkraft), Papierfilter hält Kaffeeöle zurück Hell bis Mittel Klarer Körper, feine Säuren, absolut schaumfrei

Die perfekte Zubereitung: So gelingt der Schümli im Vollautomaten

Dass ein Café Crème zu Hause oft bitter oder wässrig

schmeckt, liegt meist an einer falschen Konfiguration der Kaffeemaschine. Da das Wasser deutlich länger durch das Kaffeemehl gepresst wird als beim Espresso, werden bei falscher Handhabung unerwünschte Bitterstoffe und Gerbstoffe gelöst (Überextraktion).

3 goldene Regeln für die Einstellungen:

  1. Der Mahlgrad: Wählen Sie den Mahlgrad etwas gröber als für einen klassischen Espresso, aber feiner als für Filterkaffee. Ist das Pulver zu fein, schmeckt der Café Crème sofort bitter und verbrannt.

  2. Die Kaffeebohne: Verwenden Sie spezielle Mischungen, die als „Café Crème“ oder „Schümli“ deklariert sind. Diese bestehen meist aus einer ausgewogenen Mischung hochwertiger Arabica-Bohnen und einem kleinen Anteil edler Robusta-Bohnen für die perfekte Standhaftigkeit der Schaumkrone.

  3. Die Wassertemperatur: Die ideale Temperatur liegt zwischen 90 °C und 94 °C. Zu heißes Wasser verbrennt die empfindlichen Öle der helleren Röstung.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Café Crème

Warum heißt der Café Crème auch „Schümli“?

Der Begriff stammt aus der Schweiz, dem Geburtsland dieser Kaffeespezialität. „Schümli“ ist die liebevolle Schweizer Verkleinerungsform für „Schaum“ und bezieht sich direkt auf die markante, dichte Crema auf der Oberfläche der Kaffeetasse. Als in den 1980er Jahren die ersten Vollautomaten auf den Markt kamen, erfanden die Schweizer dieses Brühverfahren, um die gewohnte große Kaffeetasse mit Schaum zu servieren.

Kann man Café Crème auch mit normalen Espressobohnen zubereiten?

Davon wird in der Baristapraxis abgeraten. Espressobohnen sind sehr dunkel geröstet. Wenn Sie mit diesen Bohnen eine große Tasse (140 ml) im Vollautomaten durchlaufen lassen, extrahiert das Wasser viel zu viele Bitterstoffe. Das Ergebnis schmeckt extrem unangenehm, holzig und bitter. Nutzen Sie stattdessen eine mittlere, magenfreundliche Röstung.

Ist im Café Crème Milch enthalten?

Nein, ein klassischer Café Crème ist ein purer, schwarzer Kaffee. Der Begriff „Crème“ bezieht sich ausschließlich auf die goldbraune Schaumkrone (die Crema) aus Kaffeeölen und Luft – es wird traditionell keine Sahne oder Milch hinzugefügt, wenngleich er sich natürlich hervorragend mit einem Schluck kalter Milch verfeinern lässt.

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